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Kultur

Kulturprojekt Reichenwalde

Sechs Akteure gewinnen beim Wettbewerb-Landmusikort

Erschienen am Donnerstag, 17. September 2026 Lesezeit 4 Min.

Was mit einer Idee und etwas Mut begann, ist zu einem gemeinsamen Kulturprojekt von sechs Akteuren aus der Region geworden. Auf den Impuls von Frank Tschentscher hin entstand die Bewerbung als „Landmusikort 2026“ beim Landesmusikrat Brandenburg. Der Wettbewerb wird vom Deutschen Musikrat und dem Bundesmusikverband Chor & Orchester vergeben. Bürgermeister der Gemeinde Reichenwalde Joachim Kettner und Ortsvorsteher Oliver Schmidt nahmen sich der Idee an. Schmidt ging anschließend ins Detail und formulierte die Bewerbung. So einfach und so profan wollte er es jedoch nicht belassen. Statt einer reinen Auflistung schrieb er eine Geschichte über Reichenwalde, seine Musik und seine Kultur. Damit traf er letztlich den Nerv der Jury und überzeugte mit einer Ausarbeitung, die nicht nur zeigen sollte, was in Reichenwalde passiert, sondern auch, was die Menschen und ihre gemeinsame Arbeit dahinter ausmacht. Gemeinsam mit dem Heimatverein Kolpin, der Kulturscheune, dem Posaunenchor Reichenwalde-Friedersdorf, den Wohnstätten Reichenwalde und der Kirchengemeinde wurde die Geschichte von Musik und Kultur in Reichenwalde erzählt. Aus den unterschiedlichen Akteuren, ihren Ideen und ihrem Engagement entstand ein gemeinsames Bild der kulturellen Vielfalt. Dass die Bewerbung schließlich ausgezeichnet wurde, war für alle eine besondere Freude und zugleich eine Anerkennung für die Menschen, die diese Arbeit mit ihrer Zeit und ihrem ehrenamtlichen Engagement tragen. Reichenwalde ist zweiter Bundespreisträger des Wettbewerbs „Landmusikort 2026“ des Deutschen Musikrates. Mit der Auszeichnung wird das vielfältige musikalische und kulturelle Engagement der Gemeinde gewürdigt. Im Mittelpunkt steht ein Ort, an dem Musik fest zum gesellschaftlichen Leben gehört und Menschen über Generationen und Einrichtungen hinweg zusammenbringt.

Das Interesse an der Auszeichnung ist bundesweit groß. Jährlich bewerben sich fast 300 Orte mit höchstens 12.000 Einwohnern um den Titel „Landmusikort“. Das Förderprogramm wird im Rahmen des Amateurmusikfonds des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien umgesetzt. Der Deutsche Musikrat und der Bundesmusikverband Chor & Orchester zeichneten insgesamt 13 Gemeinden aus, darunter drei Bundespreisträger und zehn Förderpreisträger. Eine Besonderheit des Wettbewerbs ist, dass die Bürgermeister ihre Kommune selbst für die Auszeichnung vorschlagen. Sie sollen das musikalische Leben ihrer Gemeinde kennen, die Arbeit der Musiker wertschätzen und zugleich wissen, wo Unterstützung benötigt wird. Reichenwalde erhielt den zweiten Bundespreis und damit eine besondere Anerkennung für sein musikalisches und kulturelles Engagement. Die Jury hob in ihrer Begründung insbesondere das „vielfältige, inklusive und kooperative Angebot musikalischer und kultureller Aktivitäten in Reichenwalde hervor. Im Anschluss an die offizielle Preisübergabe fand das diesjährige Parkkonzert mit der Swing & Blues Band Jakklestatt und begeisterte die zahlreichen Gäste. 

Im Anschluss richtete sich der Blick gezielt auf die verschiedenen Akteure, die zum Erfolg Reichenwaldes beigetragen haben. Symbolisch wurden ihnen Tafeln überreicht, die später an den jeweiligen Gebäuden angebracht werden sollen. Damit soll sichtbar werden, an welchen Orten und durch welche Akteure das musikalische und kulturelle Leben der Gemeinde entsteht.

Kulturscheune 
Wo Musik, Natur und Begegnungen zusammenfinden.

Evangelische Kirchengemeinde Reichenwalde 
Musik verbindet Generationen.

Förderkreis Vielfalt unterm Kirchendach
Eine Kirche als Ort der Kultur und Begegnung.

Kolpiner Heimat- und Kulturverein 
Musik bringt ein kleines Dorf zusammen

Wohnstätten Reichenwalde / Lobetal
Ein Parkkonzert, das längst ins Dorf gehört

Posaunenchor Reichenwalde-Friedersdorf 
Wir sind einfach immer da

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