Küchen Vormelcher Rauen

Anzeige

Zum Inhalt springen
donnerstags 15 Uhr

Kultur

Ungeschönt und Empatisch

Lena Schätte ist 34. Burgschreiberin zu Beeskow

Erschienen am Donnerstag, 17. September 2026 Lesezeit 2 Min.

Lena Schätte wird neue Burgschreiberin zu Beeskow. Darauf einigte sich die sechsköpfige Jury einstimmig am Montagnachmittag nach zweistündiger Beratung. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 40 Autoren aller Altersklassen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beworben. Die Jury überzeugte Lena Schätte mit der Dringlichkeit und Unmittelbarkeit ihrer Themen ebenso wie mit der Komplexität, mit der sie sie literarisch bearbeitet. Sprachlich sehr direkt und ungeschönt, ist sie dabei immer dicht an ihren jeweiligen Figuren, die sie mit Respekt und großer Empathie zeichnet, ohne sie jemals vorzuführen. Lena Schätte, 1993 geboren als jüngste Tochter einer Arbeiterfamilie im Sauerland, debütierte 2014 im Marlon Verlag. Anschließend arbeitete sie als Psychiatriekrankenschwester im Ruhrgebiet, bis sie 2020 ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig aufnahm. In den Folgejahren arbeitete sie als Betreuerin im Suchthilfesystem, war Stipendiatin des Berliner Senats im Literarischen Colloquium Berlin, des Klagenfurter Literaturkurses und der Roger Willemsen Stiftung und veröffentlichte Kurzprosa in Literaturzeitschriften. Ihr Roman „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“, der 2025 im S. Fischer Verlag erschienen ist, wurde mit dem W.G.-Sebald-Literaturpreis 2024 ausgezeichnet und stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2025. Mit Auszügen aus ihrem aktuellen Romanprojekt, in dem es um Themen wie Ausgrenzung und Selbstachtung geht, gewann sie im Juni dieses Jahres den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis.

Teilen

Mehr aus Kultur

Alle Beiträge
error: